Christian Bartle Heidelberg

ABOUT

Unsere Gegenwart ist schnelllebig und unstet geworden. Ständige Erreichbarkeit, ein Mangel an persönlichen Kommunikationsformen und die Abwertung urtypischer menschlich-händischer Arbeit haben sich unter der Diktatur einer andauernden Digitalisierung zu unseren Zeitzeichen emporgehoben.

Dabei ist uns das Bewusstsein für die Schönheit des einzelnen Momentes, ja für die Schönheit seiner bloßen Existenz, abhanden gekommen. Seine einzigartige Magie erstirbt unwiderruflich, alsbald das letzte Sandkörnchen in seiner gläsernen Uhr verronnen ist.

Der Anspruch an die Fotografie respektive an Bewegtbilder, vergangene Momente mit all ihren subjektiven Eindrücken und Gedanken authentisch und exakt zu reproduzieren, muss schon in seinen Grundfesten scheitern. Keine »Realität« ist adäquat abbildbar und wiederholbar.

Dennoch lässt sich mithilfe der Fotografie ein kleines Stück unserer subjektiven Sicht auf die »reale« Welt einfangen. Sie fokussiert unser Erleben auf diese einzelnen Momente, die uns der hektische Alltag immer wieder vergessen lässt. Dabei können wir mit ihrer Hilfe im Alltäglichen das Besondere entdecken und uns entschleunigend daran erinnern, was das Wertvolle eines Augenblickes sein kann. Denn dafür braucht man keine Kamera.

Das Bewusstsein für die Schönheit eines Momentes, seinen Wert und letztlich für die Tatsache seiner Existenz zu schärfen – das ist meine leidenschaftliche Aufgabe als Fotograf.